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Voltaren erhöht das Herzkreislaufrisiko

Kanada reduziert maximale Tagesdosis von Diclofenac
(VOLTAREN, Generika) auf 100 mg.
Nach einer 2013 veröffentlichten umfassenden Metaanalyse erhöht das nichtsteroidale Antirheumatikum Diclofenac (VOLTAREN, Generika)
das Herzkreislaufrisiko ähnlich wie Cox-2-Hemmer (Vioxx, Celebrex u.a.). Als Ergebnis eines Risikobewertungsverfahrens verlangt
die Europäische Arzneimittelbehörde EMA
in Fachinformationen den Hinweis, dass unerwünschte
Effekte minimiert werden können, indem die niedrigste
wirksame Dosis über den kürzesten zur Symptomkontrolle
erforderlichen Zeitraum verwendet wird. Die kanadische Arzneimittelbehörde Health Canada hat jetzt ebenfalls die aktuell vorliegenden Daten zu bedrohlichen Herz- und Schlaganfall-assoziierten unerwünschten Wirkungen von Diclofenac ausgewertet. Weil unabhängig von der Indikation vor allem Patienten gefährdet sind, die Hochdosierungen von 150 mg pro Tag verwenden,
begrenzt sie die maximale Tagesdosis von Diclofenac auf
100 mg (hierzulande 150 mg). Eine Überschreitung ist ausschließlich
am ersten Tag einer Kurzzeitbehandlung akuter
milder bis mäßig schwerer Schmerzen mit schnell freisetzenden
Tabletten erlaubt. Bei Patienten mit hohem Risiko von
Herz- und Schlaganfall-assoziierten Schadwirkungen sollen
andere Therapien vorgezogen werden.

Kommentar:
Die Auswahl schmerzstillender Substanzen wird immer wie schwerer. Gerade bei Personen, welche Produkte über längere Zeit einnehmen müssen, ist es wichtig, dass bei der Auswahl der Produkte auch allfällige Nebenwirkungen berücksichtigt werden. Betrachtet man das Herzkreislaufrisiko, dann fällt bei den nichtsteroidalen Antirheumatika die Wahl auf Naproxen. Mit der Veröffentlichung der nächsten Studie kann dies jedoch sehr rasch wieder ändern.

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